Sleeping Visions – Loveblind

Sleeping Visions - Loveblind

Endlich ist der lang ersehnte Longplayer von Loveblind erhältlich und Sleeping Visions übertrifft noch einmal bei weitem die Erwartungen. Eines der eindrucksvollsten Alben nicht nur in 2020.

Bereits mit der ersten Auskopplung “War Planets” hatte das Quintett in der Musikszene für einiges Aufsehen gesorgt mit seinem unvergleichlichen Sound und der Intensität die sie in diesen Song gepackt haben. Ein Konzept, das die fünf Musiker im gesamten Album konsequent weitergeführt haben. Vorweg die außergewöhnliche Dorian Electrique, die mit ihrer Stimme nicht nur ein Garant für einige Gänsehaut ist, sondern es mit Leichtigkeit schafft jede gewünschte Gefühlslage in jedem Song zur Vollkommenheit umzusetzen. Den meisten ist Dorian von den erfolgreichen Seasurfer bekannt und wissen wovon wir reden. Seit 2017 hatte sich Kreativ-Mastermind Wyatt Parkins mit dem Thema Loveblind beschäftigt und das ganze Projekt auf den Weg gebracht. Mit seiner großen Erfahrung in der Musik-Szene durch seine Chef-Position beim Saint Marie Records Label hatte er die nötigen Verbindungen und den entsprechenden Weitblick die bis ins Detail passenden Künstler um sich zu versammeln.

Nun gut, versammeln auf eine besondere Weise, denn keiner der Künstler war bei der Erstellung dieses Albums je gemeinsam in einem Raum, nicht mal im selben Land. Neben Dorian, hatte sich Wyatt zu allererst Ambient-Guitar Rock Legende Joshua Garman von den Crash City Saints mit ins Boot geholt, der zum Glück beim gleichen Label unter den Fittichen steckt. Vollständig machten das Quartett dann Dorians Bandkollege Mikel Wegener, der den Bass-Part bei Loveblind übernimmt und Neil Burkdoll von den Whimsicals aus Florida mit seinem Spiel an der Gitarre. Ein Quintett das aus unglaublichen musikalischen Genies besteht.

Loveblind - Sleeping Vision

Wenn so viel Energie, Power und Können in ein Projekt gesteckt werden, dann ist das Ergebnis oft eine spürbar umhomogene Masse. Etwas in dem sich die individuellen Vorlieben und Stärken der Künstler sich oft voneinander abstossen und eine Art Kampf liefern. Loveblind hat es hingegen geschafft, die einzelnen Stärken nicht nur harmonisch zusammenzuführen oder simpel aufzuaddieren, nein sie haben das ganze potenziert und das ganze auf eine höhere Ebene gebracht als nur die einfache Summe aller Dinge. Das Ergebnis ist grandios und zeigt die wahre Stärke der fünf Musiker.

Wie mit War Planets schon angedeutet, zeigt sich Sleeping Visions als fast unbegreifbares Gesamtpaket mit seinen zehn Tracks. Hier muss man sich gut festhalten, denn sobald man den Longplayer gestartet hat, ist das normale Leben für die nächsten Stunden erst einmal vorbei. Man wird auf eine neue Ebene des Entertainments, des Genusses gehoben. Die Songs dringen in dich ein, verführen dich und fesseln dich in Tagträumen die scheinbar unendlich sind und dir Geborgenheit schenken. Eine Parallelwelt aus Klängen, Gefühlen und Fantasie. Ein Blick in die Unendlichkeit des Alls, wie ein Spaziergang mit nackten Füßen auf einem von warmen Sommerregen berieseltem Rasen. Wir könnten jetzt noch unzählige Vergleiche stellen, aber alle werden diesem Erlebnis, dass von Sleeping Visions ausgeht nicht im Ansatz gerecht. Hier hilft nur selber hören und die Eindrücke auf sich wirken lassen. Egal ob laut oder auf der Couch mit dem Kopfhörer auf, ihr werdet träumen, schweben und alles andere um euch herum verliert an Wichtigkeit. Gerade in den jetzigen Zeiten ein Mittel um dem Alltag zu entfliehen.

Fazit:
Purer Genuss. Sleeping Visions ist eines der besten Alben die wir je hören durften. Wir sind uns sicher ihr werdet uns zustimmen das wir hier ein Stück Musikgeschichte haben.




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(c) Titelbild Loveblind
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